Cloud-Compliance und Datensicherheit im internationalen Umfeld

Die Nutzung von Cloud-Diensten ist aus der modernen Unternehmenspraxis nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglicht flexible Speicherlösungen, ortsunabhängige Zusammenarbeit und eine schnelle Skalierung digitaler Prozesse. Gleichzeitig wirft die Auslagerung sensibler Daten in internationale Cloud-Infrastrukturen erhebliche datenschutzrechtliche und sicherheitsrelevante Fragen auf.

Zentrale Grundlage für die rechtssichere Nutzung ist die Datenschutz-Grundverordnung. Verantwortliche Unternehmen müssen sicherstellen, dass Cloud-Anbieter ein angemessenes Schutzniveau gewährleisten. Werden Daten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums verarbeitet, sind Standardvertragsklauseln oder andere geeignete Garantien erforderlich. Besonders seit dem EuGH-Urteil Schrems II ist die Prüfung des tatsächlichen Datenschutzniveaus im Drittland Pflicht.

Neben der rechtlichen Bewertung spielt die technische Sicherheit eine entscheidende Rolle. Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen sind unverzichtbar. Auch Verantwortlichkeiten müssen vertraglich klar geregelt werden, insbesondere bei geteilten Administrationsrechten.

Cloud-Compliance bedeutet daher mehr als die Auswahl eines vertrauenswürdigen Anbieters. Sie verlangt ein durchdachtes Zusammenspiel aus Datenschutz, IT-Sicherheit und organisatorischer Kontrolle, um die Integrität und Vertraulichkeit von Unternehmensdaten dauerhaft zu sichern.

Zurück
Zurück

NIS-2-Richtlinie und Unternehmen – Neue Pflichten für IT-Sicherheit

Weiter
Weiter

KI in der Personalverwaltung – Chancen und Risiken bei automatisierten Bewertungen